Getestet: Whiteout Survival (Game/App)

Wer hat den Größten? Es geht um Macht, um Wale und die endlose Power, die nie erreicht werden kann! Geld auszugeben und am besten alles für das Spiel zu investieren. In die Hände klatschen, das tun nur die Spieleentwickler. Wenn ich andere Spieler:innen fragte, war die Antwort stets eindeutig: Die App-Werbung für dieses Spiel ist das komplette Gegenteil der Wirklichkeit. Der Chat und die Allianzen können zum absoluten Stress werden, wenn eben unterschiedliche Menschen sowie Kulturen aufeinandertreffen, und dann dürfen die Wale nicht vergessen werden. Diese könnten eigentlich alleine gegeneinander spielen, dafür bräuchte es keine anderen Spieler:innen. Willkommen bei Whiteout Survival.

Zur Feier von über 200 Millionen Downloads, musste ich mir das Spiel mal genauer anschauen. Der Trend für In-App-Käufe: Wenn Spieler:innen sich Macht und Ansehen erkaufen wollen, dies aber nie endet. Das verleitet einige Spieler:innen zu einem Kaufrausch, Überraschung meist mit der Abrechnung. Ich habe mich nicht zu unzähligen Appkäufen verleiten lassen und habe trotzdem so einige Erfahrungen durchgemacht, vom Einsteiger in einer Allianz bis zum Ruhm in einigen großen Top-10-Allianzen. Von Bärenjagd, über Crazy Joe, bis zu Waffenbrüdern. Aber Neid, Missgunst und Macht spielen ebenso bei vielen mit. Fairness findet keine:r in diesem Spiel, es geht immer auf die Schwächeren. Irgendwann macht es keinen richtigen Spaß mehr, immer das Gleiche, es ist ähnlich wie bei Starcraft II mit den Duellen (CO-OP), nur dass es bei Starcraft II keine hochgekauften Wale gibt. Die dann noch schier endlose Wartezeit bei Upgrades trägt ihren Rest dazu bei. Mein Audioblog als Testbericht.



» verfügbar bis zum 23.08.2030 «

Ein Kommentar

  1. Ich habe vor einigen Monaten mit Whiteout-Survival angefangen. Schöne Optik, der Aufbau hat Spaß gemacht, aber dann veränderte sich das Spiel total. Wahnsinnig viele Events, tägliche Aufgaben, 2x die Woche der Bär, wöchentliche Allianzkämpfe…da kommt man im Grunde nicht hinterher, wenn man ein relativ „normales“ Leben mit Arbeit, Familie und Freunden führt. Und es kann teuer werden. Man kann das Spiel auch ohne Einsatz von Geld spielen, aber dann geht es eben nur eingeschränkt und langsam voran. Die Kaufangebote ploppen immer dann auf, wenn man an irgendeinem Punkt nicht weiterkommt. Funkelnde wackelnde Angebote, die die Leute verlocken sollen: „Ach was solls, sind noch nur ein paar Euro“. Und Zack, schon wieder Geld weg. Zwischendurch sind kleine Glücksspiele geschaltet, Lootboxen, die den Dopaminausstoß anregen, also das chemische Belohnungssystem des Körpers aktivieren. Das fühlt sich erstmal gut an, kann aber bei manchen Spielern böse Folgen nach sich ziehen: Sie verlieren die Kontrolle über ihr Ausgabeverhalten. Das ist nicht wohlgemerkt nicht ihre Schuld. Die gesamte Spielmechanik ist darauf ausgerichtet, dass Spieler so reagieren. Von den Großausgebern, den Walen, unter denen wohl auch etliche Spielsüchtige zu finden sind, leben sie. Vergleichbar mit Drogendealern, die Leute erst anfixen und dann bis aufs Hemd ausnehmen. Ein perfides System. Früher war die Spielwelt auch nicht völlig frei davon, aber es hat erheblich zugenommen und mittlerweile geht es nur noch darum, die Spieler so lange wie möglich am Spiel zu halten und maximal auszunehmen. Ich nehme es den Spielemachern sehr sehr übel, das sie mir mit diesen miesen Methoden die Freude am Spiel verderben.

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