Helikopter-Eltern, Kinder, die zum Problem werden

Na, wer bestimmt den Alltag, das Kind oder etwa die Eltern? „Ich kann nicht schlafen, ich will noch etwas essen, ich habe keinen Hunger mehr“ Alltagsszenen die einige vielleicht kennen. Gegessen wird dann kurz vor dem Zubettgehen oder der halbe Teller wird entsorgt, wenn das Kind eben keinen Hunger mehr hat. Das Rückgrat der Eltern, meist dünn, Prinzipien oder Grundregeln werden oft aufgeweicht. Handy? Na klar, aber ohne dass die Eltern großartig das kontrollieren würden. Dann gibt es noch die Eltern, die meinen, am besten einen Schutzballon über die Kinder stülpen zu müssen. Rund um die Uhr, kleben sie an ihnen wie Kaugummi. Erziehung ist nicht einfach, aber sie kann mit einigen Kniffen einfach gestaltet werden. Viele Eltern scheuen die Arbeit oder meinen, viel hilft viel. Wohl eher nicht, Selbstständigkeit in einigen Bereichen ist unabdingbar. Wenn diese Helikopterkinder dann groß werden, haben sie ein Problem, denn der Schutzschirm der Eltern ist nicht mehr vorhanden. Unselbstständigkeit und fehlende Aufmerksamkeit müssen kompensiert oder neu gelernt werden. Was eigentlich eine Aufgabe der Eltern war, wird nun zur Aufgabe des Kindes. Neben den vielen neuen Eindrücken und Aufgaben des Erwachsenseins oder Erwachsenwerdens.

Die richtigen Vorbilder fehlen

Eigentlich müsste es auf der Hand liegen, dass Kinder von Helikopter-Eltern es keineswegs leichter haben. Aber diese Eltern sind meist überzeugt, alles richtig zu machen. Gerade in der Pubertät hilft es ungemein, wenn Kinder eine Selbstständigkeit besitzen, denn irgendwann endet eine Erziehung, ob jemand dies möchte oder nicht. Die größtenteils harte Welt kommt dann mit geballter Wucht auf solche Kinder, die nie gelernt haben, damit umzugehen, denn der Schutzschirm hatte sie stets behütet. Gleiches gilt für Regeln: Eine Entschuldigung bei Kindern in Alltagssituationen scheint keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein. Rücksicht auf ältere Menschen, selbst wenn es nur um einen Sitzplatz im ÖPNV geht, ebenso keine wirkliche Selbstverständlichkeit mehr. Wenn Eltern keine Zeit mehr haben, gewisse Regeln, Anstand und Rücksicht vorzuleben oder umzusetzen. Vorbilder sind überwiegend irgendwelche Influencer:innen, Schminktipps oder Unboxing, von denen weder Anstand, noch Regeln, noch Rücksicht vermittelt werden. Vermittelt werden kostenlose Geschenke, Sugardaddys/Sugarmummys und „gut auszusehen“, denn Schönheit verkauft sich und ist der neue Standard. Meist sind die Kinder in ihrer Medienwelt gefangen, wie die Eltern es ebenso vorleben. Die moderne Erziehung heißen Handy, Tablet, Fernseher oder Beamer, da sind die Kinder beschäftigt und überwiegend ruhig. Nur werden dort weder Rücksicht noch Anstand gelehrt. Selten haben Kinder einen kontrollierten Zugang zu Medien, Geräten oder Apps. Manchmal benötigt es für diese Dinge wie Regeln und Prinzipien für Kinder, eben etwas Mut/Aushalten in der Erziehung, wie es in meinem Mutmacher geschrieben steht.

Getrennte Eltern mit dem Nachteil

Getrennte Eltern haben hier von Grund auf einen Nachteil, einige verlieren die Kinder aus dem Fokus, um die es eigentlich gehen sollte. Überwiegend Mütter denken, sie hätten ein Diktaturregime und wüssten am besten, was den Kindern guttut. Das ist nicht richtig, das Gesetz sieht dies auch nicht vor. Obwohl sich die Rechtslage deutlich geändert hat, sind viele Mütter immer noch der Ansicht, das alleinige Sorgerecht innehalten zu können. Einige Väter nutzen nicht den vereinfachten Klageweg, um dieses Recht – das geteilte Sorgerecht – neben den Pflichten für sich in Anspruch zu nehmen. Denn zwei Eltern können besser und anders auf ein Kind blicken als eine:r allein! Warum dies einige Mütter nicht verstehen (wollen), bleibt mir selbst nach Jahren dieser Rechtsänderung wirklich ein Rätsel. Natürlich ist es bequem, wenn der Unterhalt fließt und sonst für vieles kein Einwand kommt, weil einige eben noch das alleinige Sorgerecht inne haben. Richtig ist dies jedoch nicht. Manche Väter sind unwissend, andere zu faul und andere nutzen den falschen Weg. Die Rechtslage ist eindeutig, eine Verweigerungshaltung wird nicht toleriert und kann vom Familiengericht umgesetzt werden. In der Thematik des geteilten Sorgerechts ist dieses vereinfachte Klageverfahren nicht kostenintensiv, und das sollte einem/einer dieses Recht wert sein.

Die besten (Alternativen) Betreuungsmodelle

Immer wieder berichte ich über das Wechselmodell oder das Nestmodell und ich liebe mir zugetragene Erfolgsgeschichten zu diesen Modellen. Denn das veraltete Residenzmodell – 14 Tage Umgang, meist Wochenende – ist so was von überholt und müsste der Vergangenheit angehören. Ebenso im Interesse der Kinder, und um die sollte es vordergründig nämlich gehen! Nur vergessen das einige Diktaturregime Elternteile vorwiegend, weil sie mit Streit, Neid, Geld oder Manipulationen überwiegend beschäftigt sind. Wenn zwei Menschen miteinander schlafen, sind beide für die Verhütung zuständig und verantwortlich. Wenn jemand mit einem „Lappen“ schläft sind trotzdem beide in der Pflicht, wenn daraus ein Kind entsteht, eine dann folgende Elternschaft zu meistern! Bei der Erörterung einer möglichen Abtreibung, endet natürlich wieder die Gleichberechtigung, denn hier entscheidet ausschließlich die Frau. Außer in wenigen Fällen, in denen die Frau dies anders sieht. Ähnlich im Ablauf und Verlauf der Pflichtberatung für eine mögliche Abtreibung, spielt der mögliche Vater keine Rolle. Dabei sollte sich jede:r vorher überlegen, mit wem er/sie schläft, und bei einer dann doch anstehenden Geburt verliert keine:r irgendwelche Rechte oder Pflichten. Nur weil der Sexualpartner vielleicht doch etwas unterbelichtet war oder ist. Ein Umgang oder Sorgerecht hat rein gar nichts mit einem Unterhalt zu tun, das ist ebenso ein netter Vorwand für einige.

Viele schaffen es ohne Familiengericht, und das ist schön (zu hören), denn es sollten die Kinder im Fokus sein und bleiben. Selbst wenn Eltern sich nicht mehr verstehen, bleiben sie Eltern und beide haben Rechte und Pflichten. Falls ihr euch fragt, warum das Wechselmodell nicht als Standard eingeführt wird: Es ist doch ein tolles Modell und wurde zu Genüge empfohlen sowie für gut befunden. Die (Mütter‑)Lobby bremst dieses Thema gezielt aus und bereits seit Jahren wird es auf die lange Bank geschoben. Zumindest wenden es vereinzelt Familiengerichte bereits an, selbst wenn ein Gesetz auf sich warten lässt. Dass es kein Standard ist, baden nur mit Leid und Traurigkeit die Kinder aus, aber um die geht es in diesem Zusammenhang einfach nicht. Es geht um Machtgefälle, Prinzipien der Mütter, und wenn es nach der Lobby geht, soll diese Diktatur Regime Aufgabe bei den meisten Müttern verbleiben. Die wissen doch am besten, was für ein Kind gut ist, und ansonsten zählt das 9-Monate Argument unaufhörlich weiter. Eine Gleichberechtigung soll eben nur Vorteile bringen und keine Nachteile. Größtenteils sind Mütter in diesem Thema wohl lauter als Väter. Denn Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen, aber Eltern können und sollten ein Vorbild für Kinder sein, und ein Kind hat Anspruch auf beide Eltern, nicht nur rund alle 14 Tage am Wochenende! Ein Lob an alle, die es anders und für die Kinder besser machen, und das genau so umsetzen.

» verfügbar bis zum 17.03.2031 «

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