Getrennt und dann? Das NEST – Modell

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Oft wird vom Wechsel- oder Doppelresidenz Modell gesprochen. Aber vielleicht lassen wir hier eine – von einigen – weitere tolle Alternative unbeachtet. Denn auch das NEST Modell wird in Deutschland eingesetzt und von einigen Familien praktiziert. Meist ist dieses Modell, anders als beim Wechselmodell, erst ab einem gewissen Alter des Kindes oder der Kinder möglich. Denn beim Nest Modell, wohnen die Kinder in einer „eigenen“ Wohnung und die Eltern haben zusätzlich noch eine (getrennte) eigene Wohnung, aber es ist immer ein Elternteil in der Wohnung der Kinder. Dieses Modell ist natürlich finanziell nicht unerheblich, aber auch wie beim Wechselmodell zum Wohle des Kindes/der Kinder, denn diese behalten ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort und damit ändert sich für die Kinder fast nichts.

Natürlich ist auch dieses Modell, bei der Frauen Lobby leider nicht gerne gesehen, denn diese behält gerne die Oberhand und damit das klassische Unterhalts- oder Residenz Modell. Immerhin ist dieses schon so alt wie die Theorie von damals, das die Frau hinter den Herd gehört. An die Kinder denken wenn überhaupt meist nur faire Eltern, die den Kindern die Zukunft so angenehm wie möglich machen wollen und damit alles probieren, denn was können die Kinder dafür, wenn sich die Eltern trennen, nichts!

Meist behält die Frau die Oberhand der Erziehung, so wie man annimmt, dass in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes (wenn man schon getrennt ist) der Aufenthaltsort ausschließlich bei der Mutter ist und andere Modelle oder Varianten man sich gar nicht ausmalen oder gar vorstellen kann. Immerhin kann der Mann biologisch gar nicht die Brust geben und damit ist es auch gar nicht anders möglich, in der Theorie.

Immer wenn ich einen Artikel schreibe, habe ich mich mit diesem auch beschäftigt, so auch beim Nest Modell, das von einer getrennten Familie, praktiziert wird. Neben Anfänglichen Anfangsschwierigkeiten und Organisatorischem, läuft es relativ gut, mit dem Nest Modell und auch wenn beide Seiten die Mutter immer mal wieder vermissen und der Vater leider manchmal einfach Sachen nicht auf die Kette bekommt. Muss man leider – egal für welches Modell – man sich entscheidet, meist feststellen, das viele Väter einfach wenig Engagement mitbringen und einige Mütter hier weiter denken. Demzufolge ist es auch kein Wunder, das manche Männer sich im „Unterhaltsmodell“ einfach wohl fühlen und die nächste Familie mit der neuen Frau in Angriff nehmen. In unserer Gesellschaft fehlt hier noch die Akzeptanz, dass trotz dessen einige Väter es genauso gut hinbekommen und für ihre Kinder da sein möchten und genau hier ist das Nest Modell eine machbare tolle Alternative, aber genau wie beim Wechselmodell ist dieses leider in unserer Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht positiv und bestätigend angesehen!

Hoffen wir mal das die Zukunft das Nest Modell oder Wechselmodell es immer wird oder zum Standard und damit der Unterhalt entfällt und ganz andere Möglichkeiten damit entstehen, denn die Gewinner sind die Kinder und dürfen nicht die Eltern oder ein Unterhalt sein.

» Dieser Artikel / diese Ausgabe, ist verfügbar bis zum 24.07.2026 «


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