Getestet: Motatos der Lebensmittel Lieferant

Lebensmittel retten, klingt erstmal toll, wenn man dann auf der Startseite den behämmerten Spot sieht, könnte man glauben, man sei falsch. Oder was hat “ich kippe dir Tomatensoße über die Haare” mit retten zu tun. Aber vielleicht ist da eine tiefere Bedeutung in diesem Spot verankert, immerhin geht es ja ums retten…

Der Newsletter ist leider übertrieben oft und so füllt man, bei seiner täglichen Versendung, ganz schnell sein E-mail Postfach. Das shoppen online, hingegen ist natürlich klassisch, wer kennt es nicht, stöbern, klicken, bezahlen. Wenn man dann noch so tolle DHL Paketboten hat, die einem das ganze unten vor der Haustüre stehen lassen und dreimal klingeln, dann kommt Freude auf wenn man seinen “Einkauf” hochtragen darf. (Und ich verstehe durchaus das die Paketboten schlecht bezahlt werden, aber das fehlende hochtragen, ist leider öfter, 2:1) Damit ist von dem Slogan “Retten statt schleppen”, natürlich nur das Retten geblieben 😉

Die Verpackung ist toll und oft sicher, so kam oft nur Kuchen etwas verformt an, ansonsten kam alles unbeschadet an. Jetzt werden sich viele Fragen, ja kann man denn wirklich so viel sparen? Nein, eigentlich nicht, wenn man die Versandkosten rechnet, die natürlich irgendwo aufgefangen werden müssen. So kann man festhalten, es ist ganz nett, man bekommt natürlich nicht alles wie in einem Supermarkt, aber so richtig dolle sparen, tut man leider nicht. Bei meinem Einkauf sind gut 70% der Produkte wo das MHD wirklich abgelaufen ist oder kurz davor war, was dem Prinzip entspricht, die anderen Artikel sind noch lange vor dem MHD und “Überbestand” und landen deshalb bei Motatos. Was sie wirklich gut können (auch das Bestellsystem), ist die Ware und die Pakete abschätzen, das hat wirklich ganz gut gepasst, denn dafür werden ja die Versandkosten berechnet. Wenn man also ein Angebote Jäger von Supermärkten ist, dann spart man effektiv natürlich nichts, denn meist sind diese Angebote deutlich günstiger.

Das witzigste Erlebnis waren fast abgelaufene Kondome, da hätte man wirklich “rammeln” müssen, damit man diese noch vor Ablauf alle hätte aufbrauchen können. Denn abgelaufene Kondome sollte man nicht mehr verwenden! Auch eine Lieferung die aus 2 Paketen bestand, eine davon zugestellt und die andere wurde auf dem Weg beschädigt und dann gleich zurückgesandt. Die Teil Lieferung habe ich nun so akzeptieren müssen und der zweite Teil konnte mir nicht wieder zugeschickt werden, stattdessen bekam ich eine Gutschein für eine Bestellung mit “kostenfreiem Versand”. Das fand ich dann nicht unbedingt stark, denn den kostenfreien Versand hatte ich eigentlich immer erreicht und zumal es derzeit eine kostenloser Versand Aktion gab. Denn damit ist mir ein “Super Deal Produkt” entgangen. Enttäuschend!

Auch die Produkte “aus gerettet Lebensmitteln/Zutaten” meist unter “Rettergut”, sind leider deutlich teuerer, auch wenn man ökologischer handeln will, muss man hier dann wirklich “Retter durch und durch sein”, wenn man diese Produktpreise akzeptieren möchte. Den Mindestbestellwert von 40,- € sollte für viele leicht zu schaffen sein. Die lockere Art die man überall in allen Bereich von Motatos lesen und erkennen kann sind erfrischend.

Leider hat die Webseite immer wieder kleinere Aussetzer oder Störungen (vor allem beim hinzufügen von Artikeln in den Warenkorb), das ist etwas nervend. Man kann also zusammenfassend sagen, wenn man Versandkosten, Verpackungskosten und Zahlungskosten die so ein Anbieter hat und diese natürlich mit einkalkulieren muss, ist der Sparfaktor nicht zum kreischen und irgendwie oft identisch mit einem (lokalen) Supermarkt. Dort kann man auch Lebensmittel retten mit 30-50% Rabatt gegenüber dem Preis. Wer also Fan von Online ist und (manchmal) tolle Aktionen nutzen möchte oder ausgefallenes das man vielleicht so in seinem Laden vor Ort nicht nutzen kann oder findet, dem kann man Motatos empfehlen.

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